Schreiben und Berichten über Armut – Leitfaden für respektvolle Armutsberichtserstattung

Wer in einer Gesellschaft als arm bezeichnet wird, hängt von historischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen ab. In Österreich – wie in der Europäischen Union – gelten Menschen als armutsgefährdet, die unter 60% des Median-Pro-Kopf-Einkommens zur Verfügung haben. Diese Grenze ist letztendlich eine willkürlich gesetzte und auch deshalb problematisch, weil sie nur die Einkommensseite im Blick hat. Wer von Armut betroffen ist, hat aber nicht nur ein geringeres Einkommen als der Durchschnitt, sondern auch schlechte Bildungschancen, ist häufiger krank und kann am gesellschaftlichen Leben nur eingeschränkt teilnehmen.

 

Armut in den Medien

Wenn in den Medien über Armut berichtet wird, dann selten darüber, wie der Alltag von Menschen aussieht, die mit wenig Geld auskommen müssen. Menschen sind immer mehr als „arm“. Selten werden sie als das geschildert, was sie noch alles sind: findig, klug, listig, duldsam, leidend, strategisch, sorgend und verantwortungsvoll, ...

JournalistInnen fehlt vielfach der Zugang zu Expertinnen und Experten, sodass sie auf die Sprecher größerer karitativer Organisationen zurückgreifen. Es gibt keine ausreichend starke Lobby, um Betroffene selbst als ExpertInnen ins Gespräch zu bringen.

Das Redaktionsteam der Armutskonferenz Österreich bietet einen Leitfaden, der mithelfen soll Armutsbetroffene als Expertinnen und Experten zu sehen und zu Wort kommen zu lassen. Damit soll ein Beitrag dazu geleistet werden, unterschiedliche Facetten von Armut sichtbar zu machen und damit Klischees – die meist stereotype, extreme Formen von Armut zeigen – aufzubrechen.

> zum Leitfaden "Schreiben und Berichten über Armut" (PDF)

 

Die Armutskonferenz

Die Armutskonferenz vernetzt über 30 soziale Organisationen (Beratungsstellen, Wohlfahrtsverbände, Selbstorganisationen, Soziale Integrationsunternehmen, Forschungs- und Bildungseinrichtungen ...), sowie einige regionale Netzwerke in den Bundesländern, die gemeinsam als Lobby derer, die keine Lobby haben, aktiv werden.

 

Pressekontakt

Die Armutskonferenz
Tel: +43-1-402 69 44-12
E-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

www.armutskonferenz.at/

 

 

 

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