Publikationen

8. Dezember 2016

Der Preis der Freiheit

Volker G. Heinz

Der Preis der Freiheit

Eine Geschichte über Fluchthilfe, Gefangenschaft und die geheimen Geschäfte zwischen Ost und West. Berlin 1966. Seit fünf Jahren teilt eine Mauer die Stadt, die unzählige Familien und Paare getrennt hat. Der westdeutsche Jura-Student Volker G. Heinz möchte helfen, diese Menschen wieder zusammen zu bringen und sucht mit einer Gruppe von Fluchthelfern fieberhaft nach Wegen von Ost nach West. Die Suche endet am Checkpoint Charlie, dem bestbewachten Grenzübergang des Kalten Krieges. Über sechzig DDR-Bürgern verhelfen sie erfolgreich zur Flucht, versteckt im Kofferraum eines Diplomatenautos. Doch dann kommt ihnen die Stasi auf die Schliche, Volker Heinz wird verhaftet und monatelang im Untersuchungsgefängnis in Hohenschönhausen verhört. Derweil nimmt der politische Tauschhandel mit Gefangenen zwischen Bonn und Ost-Berlin Fahrt auf. Es kommt zu einem spektakulären Coup: Heinz wird gegen zwei Spione freigetauscht. Ein packendes Stück erlebte Zeitgeschichte über Fluchthilfe und Gefangenenaustauch im Kalten Krieg, über Freiheitswillen und Zivilcourage.
rororo Verlag 2016, ISBN 978-3-499-63176-4, 256 Seiten, 9,99 €
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8. Dezember 2016

Kosmopolitismus ohne Illusionen – Menschenrechte in unruhigen Zeiten

Seyla Benhabib

Kosmopolitismus ohne Illusionen – Menschenrechte in unruhigen Zeiten

Auch wenn »globale Menschenrechte« mittlerweile zum Standardrepertoire des politischen Diskurses gehören, ist ihre philosophische Rechtfertigung nach wie vor umstrittenes Gebiet. Für manche sind Menschenrechte das Trojanische Pferd, mit dem der Westen seinen neoliberalen way of life in alle Welt zu exportieren trachtet, andere wiederum verbinden mit der Idee einer Weltbürgerschaft mit verbrieften Rechten einen unzulässigen Eingriff in die Souveränität demokratischer Staaten. Seyla Benhabib entwickelt in ihrem Buch ein diskursethisches Instrumentarium, um solche falschen Gegensätze zu überwinden. Anhand zahlreicher Beispiele – Kopftuchstreit, Flüchtlingspolitik, humanitäre Interventionen – zeigt sie Wege zu einem engagierten, kontextsensitiven demokratischen Kosmopolitismus jenseits von Interventionismus und Indifferenz.
Suhrkamp Verlag 2016, ISBN 978-3-518-29765-0, 281 Seiten, 18,00 €
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8. Dezember 2016

Anmerkungen zu einer performativen Theorie der Versammlung

Judith Butler

Anmerkungen zu einer performativen Theorie der Versammlung

Occupy Wall Street. Gezi-Park, Tahrir, Majdan. Ferguson und Hongkong. Tea Party. Pegida. Die »Politik der Straße« hat Hochkonjunktur, wirft aber auch Fragen auf. Sind solche Versammlungen als Ausdruck der Souveränität des Volkes aus radikaldemokratischer Perspektive zu begrüßen oder geben sie Anlass zur Sorge vor der Herrschaft des »Mobs«? Und wer ist überhaupt »das Volk«?Judith Butler geht den Dynamiken und Taktiken öffentlicher Versammlungen unter den derzeit herrschenden ökonomischen und politischen Bedingungen auf den Grund. In Erweiterung der sprechaktzentrierten Theorie der Performativität und gegen Hannah Arendts »körperlose« Konzeption politischen Handelns unterstreicht sie die Bedeutung der physischen Präsenz kollektiver Akteure im öffentlichen Raum und arbeitet an aktuellen Beispielen die Effekte dieser Ausdrucksdimension heraus sowie die Inklusions- und Exklusionsmechanismen, die dabei am Werk sind. Der kollektive Schrei »Wir sind das Volk!« zieht eben auch eine Grenze und lässt die Frage, wer wirklich das Volk ist, umso deutlicher hervortreten.Fluchtpunkt dieses hochpolitischen Buches ist eine Ethik des gewaltlosen Widerstands in einer gefährdeten Welt, in der die Grundlagen solidarischen Handelns allmählich zerfallen oder zerstört werden.
Suhrkamp Verlag 2016, ISBN 978-3-518-58696-9, 312 Seiten, 28,00 €
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8. Dezember 2016

Und sie bewegt sich doch... – Progressive soziale Bewegungen und ihr Einfluss auf die internationale institutionelle Politik

Birgit Daiber

Und sie bewegt sich doch... – Progressive soziale Bewegungen und ihr Einfluss auf die internationale institutionelle Politik

Die neuen progressiven sozialen Bewegungen sind seit den fünfziger Jahren des vorigen Jahrhunderts immer wieder Impulsgeber für politische Veränderungen gewesen. Sie unterscheiden sich von politischen Parteien durch ihre zeitliche und/oder thematische Begrenztheit, ihren Anspruch auf Basis-Demokratie  und sie sind transnational bzw. international verortet. Ihr Erfolg ist aber zugleich auch ihr Scheitern: weder können sie Erfahrungen generieren noch längerfristige Konzepte gesamtgesellschaftlicher Emanzipation verfolgen. Im ersten Teil des Buches wird in Erzählungen über die 68-er Bewegungen, die Frauen-, Umwelt-, Friedensbewegungen und die Antiglobalisierungsbewegungen versucht, ihre Spezifik darzustellen  und es werden die gegenseitige Beeinflussung zwischen den Bewegungen und der institutionellen Politik der Europäischen Union und der UNO aufgezeigt. Der zweite Teil des Buches widmet sich der europäischen Dimension der großen „alten“ Schwester der neuen sozialen Bewegungen: dem Europäischen Gewerkschaftsbund. Den europäischen Gewerkschaften gelang es immerhin, trotz aller nationalen Unterschiede, seit 1973 eine gemeinsame europäische Organisation zu schaffen, die den Kampf um die soziale Dimension Europas aufgenommen hat.
AG SPAK Bücher 2016, ISBN 978-3-945959-05-3, 252 Seiten, 19,00 €
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8. Dezember 2016

Europa am Abgrund – Plädoyer für die Vereinigten Staaten von Europa

Brendan Simms, Benjamin Zeeb

Europa am Abgrund – Plädoyer für die Vereinigten Staaten von Europa

Großbritannien ist nicht das Problem und Europa die Antwort darauf, sondern Europa ist die Frage und das angloamerikanische Modell ihre Lösung. So lautet, kurz gefasst, die These von Brendan Simms und Benjamin Zeeb. Wir brauchen dringend die Vereinigten Staaten von Europa – ansonsten ist Europa auf dem besten Wege sich abzuschaffen. Europa sieht sich mit einer Reihe existenzieller Herausforderungen konfrontiert, die den Kontinent in die Knie zwingen: der unerwartete Wiederaufstieg eines autoritären Russland, eine anhaltende Finanz- und Wirtschaftskrise, die Wiederkehr des „deutschen Problems“ durch eine rigide Sparpolitik, die sogenannte Flüchtlingskrise, der islamistische Terrorismus, Sezessionsbestrebungen wie im Baskenland oder Schottland und nicht zuletzt das verbreitete Gefühl von Europamüdigkeit. Das Buch zeigt, dass es sich dabei nicht nur um ineinander greifende Fragen handelt, sondern im Grunde genommen um ein einziges großes Problem, das eine große Lösung verlangt. Im Gegensatz zu zahlreichen anderen Büchern bieten Simms und Zeeb nicht nur eine Diagnose, sondern auch eine Therapie: die zügige Verwirklichung einer demokratischen Union nach angloamerikanischem Modell, die die gesamte Eurozone umfasst und eine gemeinsame Finanz- und Verteidigungspolitik beinhaltet.
C.H.Beck Verlag 2016, ISBN 978-3-406-69157-7, 140 Seiten, 14,95 €
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8. Dezember 2016

Europa ja – aber welches? Zur Verfassung der europäischen Demokratie

Dieter Grimm

Europa ja – aber welches? Zur Verfassung der europäischen Demokratie

Die Europäische Union hat keinen Mangel an Kritik und Akzeptanzproblemen – doch die Ursachen werden häufig an der falschen Stelle gesucht. Während viele hoffen, dass sich durch eine Ausweitung der Kompetenzen des Europäischen Parlaments das Demokratiedefizit der Union beheben lässt, zeigt Dieter Grimm, warum diese Hoffnung trügt. In grundsätzlichen Erörterungen und Einzelstudien zeigt Grimm, einer der renommiertesten deutschen Rechtswissenschaftler, dass eine Ursache für die starken Akzeptanzprobleme meist übersehen wird, nämlich die Verselbständigung der exekutiven und judikativen Organe der EU (Kommission und Europäischer Gerichtshof) von den demokratischen Prozessen in den Mitgliedstaaten und der EU selbst, die ihre Wurzel wiederum in der vom Gerichtshof vorgenommenen „Konstitutionalisierung der Verträge“ hat. Er geht den Ursachen für diese problematische Entwicklung nach und bietet Vorschläge zu ihrer Korrektur an.
C.H.Beck Verlag 2016, ISBN 978-3-406-68869-0, 288 Seiten, 24,95 €
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8. Dezember 2016

Streikrepublik Deutschland? Die Erneuerung der Gewerkschaften in Ost und West

Klaus Dörre, Thomas Goes, Stefan Schmalz, Marcel Thiel

Streikrepublik Deutschland? Die Erneuerung der Gewerkschaften in Ost und West

Das Streikjahr 2015 signalisiert erstaunliche Veränderungen in den Arbeitsbeziehungen. 25 Jahre nach dem Mauerfall sind in Ostdeutschland erstaunliche Veränderungen zu beobachten: Galten die Gewerkschaften im Osten der Republik als besonders schwach, verspüren sie heute Rückenwind. Verschiedene Gewerkschaften gewinnen Mitglieder, unterstützen die Gründung von Betriebsräten und schließen neue Tarifverträge ab. Diese nachholende betriebliche Demokratisierung führt jedoch immer wieder zu heftigen Konflikten und Streiks. Auf der Grundlage von 70 Experten- und Beschäftigteninterviews in 21 Fallbetrieben untersuchen die Autoren die Gründe für die gewerkschaftliche Erneuerung und erörtern, ob sich diese Entwicklung konsolidieren wird.
Campus Verlag 2016, EAN 9783593505619, 284 Seiten, 29,95 €
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8. Dezember 2016

Armut in einem reichen Land – Wie das Problem verharmlost und verdrängt wird

Christoph Butterwegge

Armut in einem reichen Land – Wie das Problem verharmlost und verdrängt wird

Passend zur Präsidentschaftskandidatur von Christoph Butterwegge verlegt der Campus Verlag den Klassiker von 2009 in der 4. Auflage neu. Vermehrte Fluchtmigration, Angst vor gesellschaftlichem Abstieg und soziale Ungleichheit: Obwohl diese Themen viele Menschen umtreiben, wird Armut in Deutschland, so Christoph Butterwegge, nicht konsequent bekämpft, sondern verharmlost und "ideologisch entsorgt". In der aktualisierten Auflage seines Standardwerks diskutiert er auch, was getan werden muss, um die Kluft zwischen Arm und Reich wieder zu schließen.
Campus Verlag 2016, EAN 9783593506425, 400 Seiten, 24,95 €
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8. Dezember 2016

Integriert Euch! Plädoyer für ein selbstbewusstes Einwanderungsland

Annette Treibel

Integriert Euch! Plädoyer für ein selbstbewusstes Einwanderungsland

Einwanderer in Deutschland sind keine Ausländer auf Durchreise, sondern gestalten unsere Gesellschaft mit. Sie sind nicht mehr nur Underdogs, sondern gehören inzwischen auch zu den Etablierten.
So bedeutet es für manche der länger ansässigen Deutschen eine große Umstellung, dass sie nicht automatisch die Bestimmer sind: Ressentiments gegen Einwanderer, so die These von Annette Treibel, haben vor allem mit den gewandelten Hierarchien im heutigen Deutschland zu tun. Das Buch der Soziologieprofessorin analysiert die Debatten um das Zusammenleben bis hin zur jüngsten Auseinandersetzung um Pegida. Treibel zeigt, was alte und neue Deutsche bewegt, was wir in Deutschland für mehr Integration tun können, dass Sarrazin und Co. zum Trotz - Integration ein Projekt für alle ist, dass man Deutsch nicht nur sein, sondern auch werden kann. Treibels Buch ist ein Plädoyer für einen Perspektivwechsel in der Integrationsdebatte und eine Anregung, wie sich Deutschland neu finden könnte.
Campus Verlag 2016, EAN 9783593504612, 208 Seiten, 19,90 €
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8. Dezember 2016

Das soziale Band – Geschichte und Gegenwart eines sozialtheoretischen Grundbegriffs

Thomas Bedorf, Steffen Herrmann (Hrsg.).

Das soziale Band – Geschichte und Gegenwart eines sozialtheoretischen Grundbegriffs

Vom "sozialen Band" spricht man in Alltags- und Wissenschaftssprache gerne, wenn es darum geht, eine Krise des Sozialen zu diagnostizieren. Was aber ist das soziale Band? Zwischen wem ist es wie geknüpft? Und wann droht es zu reißen? Um diese Fragen zu beantworten, arbeiten die Autoren erstmals systematisch und interdisziplinär diesen sozialtheoretischen Grundbegriff auf, dabei verfolgen sie drei Ziele: Das grundlagentheoretische Vorhaben besteht in einer Klärung, Ausdifferenzierung und Systematisierung unterschedlicher historischer Konzeptionen des sozialen Bandes; das zeitdiagnostische Vorhaben richtet sich auf eine Untersuchung. Mit Beiträgen u.a. von Ulrich Bröckling, Marcel Hénaff, Frank Hillebrandt, Isabell Lorey, Dirk Quadflieg, Juliane Spitta und Gesa Ziemer.
Campus Verlag 2016, ISBN 978-3-593-50631-9, 406 Seiten, 39,95 €
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