Publikationen

26. Februar 2018

Inklusives Wachstum für Deutschland 21: Die Soziale Dividende

Timm Bönke, Carola Frank, Astrid Harnack

Inklusives Wachstum für Deutschland 21: Die Soziale Dividende

Die Bedeutung von Kapitaleinkommen hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen, während der Anteil der Arbeitseinkommen am Volkseinkommen zurückgegangen ist. Die Entwicklung ist für Deutschland von besonderer Bedeutung ist, weil etwa die Hälfte der deutschen Haushalte kein nennenswertes Vermögen besitzt. Bei der Suche nach Politikinstrumenten, die bei dieser Ausgangslage inklusives Wachstum möglich machen, sind wir auf den Fonds des US Bundesstaates Alaska gestoßen: alle Einwohner werden dort durch eine jährliche Zahlung am Kapitaleinkommen des Fondsvermögens beteiligt. In der Studie "Die Soziale Dividende: Utopie oder realistische Politikoption?" gehen Timm Bönke, Carola Frank und Astrid Harnack von der Freien Universität Berlin der Frage nach, ob eine solche Soziale Dividende auch in Deutschland eine breitere gesellschaftliche Teilhabe an den steigenden Kapitaleinkommen ermöglichen könnte. Die Berechnungen zeigen, dass dies mittel- und langfristig in der Tat der Fall ist: bei einer hypothetischen Einführung der Sozialen Dividende im Jahr 2002 wäre das Wachstum bis zum Jahr 2012 inklusiver ausgefallen. Deutlich mehr Haushalte speziell am unteren Rand der Einkommensverteilung hätten von einem realen Einkommenszuwachs profitiert. Wollte man wie in Alaska die gesamt Wohnbevölkerung einbeziehen, bliebe Deutschland allerdings nur ein schuldenfinanzierter Finanzierungsansatz. Dies erscheint in der derzeitigen Niedrigzinsphase vielleicht attraktiv, birgt aber erhebliche ökonomische, politische und rechtliche Risiken. Realistischer erscheint ein Ansatz, der die Bezugsberechtigten auf zukünftige Generationen beschränkt und dadurch Zeit böte, in einer langfristig angelegten Ansparphase einen substanziellen Ausschüttungsfonds aufzubauen.
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26. Februar 2018

Engagement in der Flüchtlingshilfe

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Hrsg.)

Engagement in der Flüchtlingshilfe

Die Studie »Engagement in der Flüchtlingshilfe« des Instituts für Demoskopie Allensbach, herausgegeben vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, hat u.a. untersucht, wer sich derzeit aktiv für geflüchtete Menschen einsetzt, was die Aktiven leisten und welche Erfahrungen HelferInnen machen. Zugleich sollte die Entwicklung der Flüchtlingshilfe und ihre Bedeutung für das Engagement in Deutschland ermittelt werden. Die Untersuchung zeigt, dass derzeit noch 19 Prozent der Bevölkerung in irgendeiner Weise unterstützend tätig sind, darunter 11 Prozent als aktive HelferInnen. Weniger als die Hälfte der Aktiven ist in speziellen Helferkreisen oder Gruppen tätig, die sich ausschließlich für Geflüchtete einsetzen. Dies unterscheidet die Flüchtlingshilfe von anderen Formen des bürgerschaftlichen Engagements. Verbesserungsmöglichkeiten werden vorrangig bei der Kooperation von Ämtern und FlüchtlingshelferInnen gesehen (61 Prozent).
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19. Februar 2018

Soziale Inklusion in Deutschland: Wenig Reformeifer, aber hohe Reformqualität

Christian Keuschnigg, Marius R. Busemeyer

Soziale Inklusion in Deutschland: Wenig Reformeifer, aber hohe Reformqualität

Dieser Policy Brief untersucht zunächst die relative Position Deutschlands in verschiedenen Dimensionen der sozialen Inklusion mithilfe von Daten des Social Justice Index der Bertelsmann Stiftung. Dieser sozialpolitische Handlungsbedarf wird im nächsten Schritt in Bezug zur Reformleistung Deutschlands gesetzt, die mit Daten des Reform Barometers, das auf einer europaweiten Expertenbefragung beruht, gemessen wird. Der zentrale Befund ist, dass Deutschland im Hinblick auf die soziale Inklusion vergleichsweise gut abschneidet, wenngleich signifikante Defizite bei einzelnen Bereichen wie etwa der intergenerationalen Gerechtigkeit und der Integration von Geflüchteten im Bildungssystem bestehen. Die Reformleistung Deutschlands zeichnet sich durch ein eher unterdurchschnittliches Maß an Reformaktivitäten aus, die allerdings mit einer überdurchschnittlich hohen Reformqualität einhergehen.
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19. Februar 2018

Learning Kits

Višnja Kisić, Goran Tomka

Learning Kits

At the beginning of the European Year of Cultural Heritage 2018, we are very pleased to introduce the Learning Kits for Heritage Civil Society Organisations (CSOs). These Learning Kits on “Fundraising”, “Awareness-Raising & Advocacy” and “Citizen Engagement & Education”, were prepared following the three editions of the Capacity Building Days (CBDs) that Europa Nostra organised in the framework of its Network project “Mainstreaming Heritage ” co-funded by the Creative Europe Programme of the European Union between September 2014 and August 2017. They reply to one of the key priorities of the project which was to strengthen the capacity of cultural heritage players throughout Europe and enhance their skills, competences and knowhow in the field of heritage conservation, management, fundraising, communication, education and involvement of the youth by facilitating and stimulating peer-learning and exchanges of best practices at European level.
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19. Februar 2018

Stiftungsfokus Nr. 14: "Aktuelle Zahlen zu Stiftungsfinanzen"

Theresa Ratajszczak, Dr. Jochen Sunken

Stiftungsfokus Nr. 14: "Aktuelle Zahlen zu Stiftungsfinanzen"

Der Stiftungsfokus bringt Stiftungsforschung auf den Punkt: Die digitale Reihe fokussiert auf einzelne Fragestellungen und bereitet aktuelle Themen für Stiftungsakteure, Medienschaffende, Politikerinnen und Politiker sowie alle am Stiftungswesen Interessierten auf.
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19. Februar 2018

Der Förderpreis Aktive Bürgerschaft

Stiftung Aktive Bürgerschaft (Hrsg.)

Der Förderpreis Aktive Bürgerschaft

Seit 1998 zeichnet die Stiftung Aktive Bürgerschaft innovative Vereine, gemeinnützige Organisationen und Stiftungen und seit 2003 Bürgerstiftungen mit ihrem Förderpreis Aktive Bürgerschaft aus. Das beherzte Engagement und die vorbildliche Verantwortung für ihre Region verbindet alle Preisträger. In der neu erschienenen Broschüre stehen die Bürgerstiftungen im Mittelpunkt, die von 2003 bis 2017 den Förderpreis erhalten haben. Wie die Bürgerstiftung Hannover, die 2003 für ihre Förderung wegweisender Jugendprojekte im kulturellen und sozialen Bereich mit dem 1. Preis geehrt wurde. Als eine der ersten deutschen Bürgerstiftungen setzt sie sich bundesweit für die Idee einer Stiftung von Bürgern für Bürger ein. Oder die BürgerStiftung Hamburg, die den Förderpreis gleich zweimal in Empfang nehmen durfte, zuletzt 2010 für ihr Projekt „Hamburger Anker“. Mit ihrem Stiftungsfonds werden Eltern und Kinder in der Hansestadt gestärkt, durch praktische Alltagshilfen oder Schulungsangebote. Und die Bürgerstiftung Jena wurde 2017 in der Kategorie „Gesellschaft mitgestalten“ für ihren Einsatz für Geflüchtete ausgezeichnet. In einer Reihe von Projekten vermittelt sie zum Beispiel Paten, die Geflüchteten beim Ankommen zur Seite stehen, oder unterstützt Migranten dabei, ehrenamtlich in ihrer neuen Heimat aktiv zu werden.
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13. Februar 2018

Mäzenaten im Mittelalter aus europäischer Perspektive Von historischen Akteuren zu literarischen Textkonzepten

Bernd Bastert, Andreas Bihrer, Timo Reuvekamp-Felber (Hg.)

Mäzenaten im Mittelalter aus europäischer Perspektive Von historischen Akteuren zu literarischen Textkonzepten

Den Nennungen adliger Damen und Herren in literarischen sowie bildkünstlerischen Werken des Mittelalters wurde stets ein historischer Informationswert attestiert. Die aktuelle mediävistische Forschung deutet die Gönner-Angaben jedoch vermehrt als Profilierung künstlerischer Geltungsansprüche ihrer Urheber. Hier schließt der vorliegende Band an: Er bietet erstmals einen interdisziplinären Zugang zu den Erscheinungsformen von Mäzenen in den europäischen Literaturen. Zwölf Einzeluntersuchungen von Germanisten, Historikern, Mittellateinern, Niederlandisten, Romanisten und Kunsthistorikern nehmen die Gönnernennungen in ihrem spezifischen Spannungsfeld zwischen historischer Information und ästhetischem Konzept in den Blick.

Vandenhoeck & Ruprecht unipress 2017, ISBN 978-3-8471-0736-1, 302 Seiten, 45,00 €

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13. Februar 2018

Mitleid und sozialpädagogische Professionalität

Sven Werner

Mitleid und sozialpädagogische Professionalität

Der Band untersucht, gestützt auf empirische und historisch-systematische Zugänge sowie auf pädagogische Zeitschriftenquellen, Motive des Mitleids im Hinblick auf sozialpädagogische Professionalität.

In der Geschichte Sozialer Arbeit spielen Motive und Ausdrucksformen von Mitleid und Barmherzigkeit eine eminente Rolle. Mittlerweile weitgehend säkularisiert, erlebten vor allem Konzeptionen des Mitleids eine wechselvolle Karriere. Der Band vereint empirische und historisch-systematische Zugänge mit Befunden zur Indienstnahme und Modifikation in pädagogischen Zeitschriften und untersucht, auch mit Blick auf gesellschaftliche Kontextwandlungen, welche Funktionen Motive und Ausdrucksformen des Mitleids im Hinblick auf ein aktuelles Verständnis sozialpädagogischer Professionalität erfüllen.

Beltz 2018,  ISBN:978-3-7799-1324-5, 312 Seiten, 34,95 €

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6. Februar 2018

Civil Society and Financial Regulation

Lisa Kastner

Civil Society and Financial Regulation

Coalitions of consumer groups, NGOs, and trade unions have traditionally been considered politically weak compared to well-organized and resourceful financial sector groups which dominate or "capture" financial regulatory decisions. However, following the 2008 financial crisis, civil society groups have been seen to exert much more influence, with politicians successfully implementing financial reform in spite of industry opposition. Drawing on literature from social movement research and regulatory politics, this book shows how diffuse interests were represented in financial regulatory overhauls in both the United States (US) and the European Union (EU). Four cases of reform in the post-crisis regulatory context are analyzed: the creation of a new Consumer Financial Protection Bureau in the US; the introduction of new consumer protection regulations through EU directives; the failure of attempts to introduce a financial transaction tax in the US; and the agreement of 11 EU member states to introduce such a tax. It shows how building coalitions with important elite allies outside and inside government helped traditionally weak interest groups transcend a lack of material resources to influence and shape regulatory policy. By engaging with a less well-known side of the debate, it explains how business power was curbed and diverse interests translated into financial regulatory policy.
Routledge 2018, ISBN 9781138634428, 198 pages, £ 105,00 
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6. Februar 2018

Solidarität und Solidarismus

Hermann-Josef Große Kracht

Solidarität und Solidarismus

Postliberale Suchbewegungen zur normativen Selbstverständigung moderner Gesellschaften. Der Begriff der Solidarität, der in der Zeit nach der Französischen Revolution geprägt wurde, steht in einer spezifischen Spannung zu den liberalen Sozialtheorien des 18. Jahrhunderts. Während er in den Sozialwissenschaften, bei Comte und Durkheim, als zentrale Beschreibungskategorie arbeitsteiliger Gesellschaften fungiert, avanciert er im Solidarismus der Jahrhundertwende (u.a. bei Léon Bourgeois) zum republikanischen Legitimationskonzept des entstehenden Wohlfahrtsstaates. Im 20. Jahrhundert erlebt er dann jedoch theoretisch und programmatisch einen eigentümlichen Niedergang. Hermann-Josef Große Kracht wirft in seiner Ideengeschichte des Solidaritätsbegriffes die Frage nach einem ›Neustart solidaristischer Vernunft‹ auf.
transcript 2017, ISBN 978-3-8376-4181-3, 380 Seiten, 39,99 €
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