Publikationen

27. September 2018

Open Creative Labs: Potentiale für Innovation und Partizipation

Oliver Ibert, Verena Brinks, Suntje Schmidt

Open Creative Labs: Potentiale für Innovation und Partizipation

Der Begriff Open Creative Labs steht für offene Orte kreativer Wissensarbeit, an denen Arbeitsräume und technische Infrastrukturen flexibel und für eine begrenzte Zeit vergeben werden. Dabei weisen sie eine hohe soziale Offenheit auf und bringen Akteure bewusst so zusammen, dass kreative Arbeitsergebnisse gefördert werden. Zudem setzen diese Organisationen bereits während der Problemdefinition von Forschungs- und Entwicklungsprozessen einen besonderen Akzent auf die Einbindung von Bürgerinnen und Bürgern. Eine neu erschienene Handreichung leuchtet im Auftrag des Leibniz-Institut für raumbezogene Sozialforschung Potenziale sowie politische Gestaltungsaufgaben und Förderoptionen für Open Creative Labs aus. Im Mittelpunkt des Projekts stand die Frage, ob Labore die an sie gestellten Erwartungen, Gelegenheiten für Innovationen und zur Partizipation von Bürger/-innen an Prozessen der Forschung und Technologieentwicklung zu bieten, erfüllen können.

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27. September 2018

"Ausbildung und Arbeit für Flüchtlinge? – Ohne die Freiwilligen können Sie das vergessen!" Über bürgerschaftliches Engagement zur Unterstützung der Arbeitsmarktintegration

"Ausbildung und Arbeit für Flüchtlinge? – Ohne die Freiwilligen können Sie das vergessen!" Über bürgerschaftliches Engagement zur Unterstützung der Arbeitsmarktintegration

Von den rund 1,5 Millionen Geflüchteten, die seit 2015 in Deutschland sind, hat laut dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) jede/r Vierte mittlerweile Arbeit gefunden. Was freiwillig Engagierte leisten, um Geflüchtete in den Arbeitsmarkt zu integrieren, wird dabei oft unterschätzt. Sie begleiten die Geflüchteten zur Agentur für Arbeit und zu den Jobcentern. Sie helfen bei der Anerkennung von Bildungs- und Berufsabschlüssen, beim Erstellen von Lebensläufen und Bewerbungsunterlagen: Freiwilliges Engagement ist ein erfolgversprechendes Instrument zur Integration in den Arbeitsmarkt. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Bertelsmann Stiftung, die fünf lokale Beispiele in den Regionen Hamburg, Potsdam, Dresden, Augsburg und im hessischen Schwalm-Eder-Kreis untersucht hat. Fazit: Eine stärkere Einbeziehung von freiwillig Engagierten in die integrativen Arbeitsprozesse staatlicher Institutionen wäre für alle Beteiligten von Vorteil. Durch eine engere Zusammenarbeit lassen sich Integrationsprozesse entwickeln, durch die die jeweiligen Leistungen der Partner effektiver, schneller und nachhaltiger werden.

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27. September 2018

Vereinssterben in ländlichen Regionen – Digitalisierung als Chance

Patrick Gilroy, Holger Krimmer, Jana Priemer, Olga Kononykh, Maria Pereira Robledo, Falk Stratenwerth-Neunzig

Vereinssterben in ländlichen Regionen – Digitalisierung als Chance

Vereine sind ein wichtiger Pfeiler der Zivilgesellschaft. Doch auf dem Land droht dem organisierten Engagement vielerorts das Aus. Das ist das zentrale Ergebnis einer Untersuchung, mit dem das Projekt ZiviZ Anfang September 2018 an die Öffentlichkeit gegangen ist. Neben der Analyse der Vereinsstrukturen wird auch die Frage aufgeworfen, wie durch die Nutzung digitaler Techniken für das gemeinsame Engagement Arbeitsprozesse verbessert werden können, Kommunikation erleichtert wird und durch digitale Kommunikation mehr Engagierte erreicht werden können. Die Studie beruht auf einer Sonderauswertung des ZiviZ-Surveys 2017 und entstand im Rahmen der Initiative »digital.engagiert«. 

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25. September 2018

Weltweiter ziviler Ungehorsam. Die Geschichte einer gewaltfreien Revolution

Jürgen Bruhn

Weltweiter ziviler Ungehorsam. Die Geschichte einer gewaltfreien Revolution

Klimawandel, Armut und Hunger: Die Auswirkungen des Raubtierkapitalismus scheinen übermächtig und unaufhaltsam. Was können wir dem entgegensetzen? Statt auf Gewalt und Gegengewalt setzt Jürgen Bruhn auf zivilen Ungehorsam. Eine Lösung mit Geschichte, denn Streiks, Boykott und andere Formen des gewaltfreien Widerstands sind keine neu- en Reaktionen auf gesellschaftliche Probleme. Der zivile Ungehorsam weist eine Tradition auf, die untrennbar mit der Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte der Demokratie verbunden ist. Belebt durch viele historische Beispiele – vom Widerstand gegen die Sklaverei in den USA über Gandhi bis hin zum Widerstand gegen den Bau der Dakota Access Pipeline – skizziert der Autor die Wurzeln des zivilen Widerstandes und beschreibt neue, konkrete Wege und Methoden, die uns dazu anleiten wollen, das Steuer gegen Klimawandel und Raubtierkapitalismus herumzureißen.

Tectum Sachbuch 2018, ISBN: 9783828841185, 192 Seiten, 19,95 €

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25. September 2018

G20. Verkehrsprobleme in einer Geisterstadt

Komitee 17 (Hrsg.)

G20. Verkehrsprobleme in einer Geisterstadt

Der G20-Gipfel in Hamburg war nicht nur wie eine trockene Notstandsübung aufgebaut – man konnte erkennen, mit welchen psycho-ökonomischen Kräften ein freigeschalteter Polizeistaat funktionieren wird: eine Geisterstadt, in der die Polizei ohne Bürger ihre Kräfte verschob.

Die Tage des Gipfels im Juli 2017 hatten in vielerlei Hinsicht etwas Skandalöses, angefangen mit der Größe der Sicherheitszonen, die eingerichtet werden sollten, und den Beschwichtigungen der Politiker, die dazu in keinem Verhältnis standen. Hamburg großflächig fast eine Woche lang komplett lahmzulegen, auf den leeren Straßen unablässig Kolonnen mit Polizeifahrzeugen zu verschieben, dazwischen gelegentlich Staatskarossen, ansonsten nahezu niemanden dort zu dulden bzw. die Verbliebenen mit allen möglichen Schikanen zu drangsalieren … Es ist schon eine merkwürdige Anmaßung, die sich da als unumgängliche Notwendigkeit des weltpolitischen Termins etablierte.
Eigentlich konnte sich jeder ausrechnen, dass es im Gegenzug knallen würde, aber nun erreichte die Randale ein auch im Schanzenviertel unbekanntes Maß an Schärfe. Doch auch ein unkoordinierter »Schwarm« von Initiativen bot der verordneten Ruhestellung die Stirn. Bei aller Heterogenität der Aktionen, bei allen Knochenbrüchen, Festnahmen und Frustrationen war die Gesamtheit des Protests doch ein Schritt in die urbane Lebendigkeit, auch ein Heraustreten aus den Gewohnheiten und der Vereinzelung des Alltags.

Weder die verschiedenen Ereignisse noch die der Vor- und Nachgeschichte des G20 sind mit einfachen oder eindeutigen Erklärungen zu erfassen. Dieser Text ist der Versuch einer Analyse.

Edition Nautilus 2018, ISBN:978-3-96054-093-9, 100 Seiten, 10,00 

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25. September 2018

Von Wegen Überlegungen zur freien Stadt der Zukunft

Niels Boeing

Von Wegen  Überlegungen zur freien Stadt der Zukunft

Ja, es gibt sie die Alternative zum urbanen Kapitalismus, die mit Mietenwahnsinn, prekären Dienstleistungen und Gated Communities brechen kann. Experimente dazu laufen allerorten. Der Weg zu dieser Utopie erfordert List und Entschlossenheit. Aber das Ziel lohnt: die freie Stadt der Zukunft, der Ort, an dem die Menschen gemeinsam ihre Angelegenheiten selbst in die Hand nehmen.

Die Zukunft des Kapitalismus entscheidet sich in der Stadt. Seit dem Crash von 2008 rennen immer mehr Menschen gegen die Zumutungen einer Stadt als Anlageobjekt an, die die urbanen Räume vollends in Profit- und Sicherheitsmaschinen verwandeln. Sie fordern: »Recht auf Stadt« für alle.

Gegen das »Gentrifidingsbums« setzen sie Versammlungen, Wiederinbesitznahme öffentlicher Räume, echte Beteiligung an der Gestaltung der Städte. Die Umrisse einer anderen Stadt zeichnen sich bereits ab. Niels Boeing, selbst Aktivist in den urbanen Auseinandersetzungen, beschreibt die Spielräume und gibt ihnen eine kluge und durchdachte Grundlage.

Edition Nautilus 2015, ISBN 978-3-89401-825-, 160 Seiten, 14,90 

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24. September 2018

Demokratie braucht eine starke Zivilgesellschaft

Weltweit setzen sich viele Initiativen, Aktivist_innen und soziale Bewegungen mit ihrer Expertise und nicht zuletzt mit ihrer Wachsamkeit dafür ein, dass Gesellschaften demokratischer, ökologisch nachhaltiger, gerechter und sozialer werden. In ihrer Funktion als wichtiges Bindeglied zwischen Bevölkerung und politischen Entscheidungsträger_innen stärken solche zivilgesellschaftlichen Organisationen demokratische Prozesse.

Ein Positionspapier von VENRO (Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe).

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20. September 2018

Politik der Gabe - Für ein anderes Zusammenleben

Frank Adloff

Politik der Gabe - Für ein anderes Zusammenleben

Die moderne kapitalistische Gesellschaft produziert Ungerechtigkeit und Ausbeutung ungeahnten Ausmaßes und zehrt unsere natürlichen Lebensgrundlagen auf. Doch wie lässt sich eine tragfähige Alternative entwickeln? Ausgehend von Marcel Mauss’ Gabentheorie zeigt sich, dass der Mensch an sich ein gebendes Wesen ist, dass nur die Gabe Vertrauen und damit Sozialität schaffen kann: Sie ist die Grundlage jeder Gesellschaft.
Frank Adloff postuliert die Idee des homo donator als Ersatz für den homo oeconomicus: Menschen sind fähig, zum Wohle aller zu kooperieren, wenn die Logik der Nutzenmaximierung in Kapitalismus und Alltag gebrochen wird. Für eine Konvivialität, die auf Solidarität und Selbstbegrenzung abzielt – für globale Gerechtigkeit als Alternative zum Streben nach Gewinn, Wachstum und Konsum.

Edition Nautilus 2018, ISBN: 978-3-96054-091-5, 320 Seiten, 19,90 

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20. September 2018

Lob der Laien - Eine Ermunterung zum Selberforschen

Peter Finke

Lob der Laien - Eine Ermunterung zum Selberforschen

Die Wissenschaft ist wie ein Gebirge: Alle starren auf die Gipfel – aber jeder Berg nimmt in einem Tal seinen Anfang. Dort kennen sich die Nichtprofis besser aus als die Profis, weil im Nahbereich die eigene sorgfältige Beobachtung noch etwas zählt.

Mit seinem »Lob der Laien« drängt Peter Finke dazu, die Arbeit der Amateure endlich ernst zu nehmen. Sie sehen ihre Umwelt nicht bloß durch Spezialistenbrillen und forschen ehrenamtlich nicht nur mit, sondern vor allem selbst, frei von institutionellen Machthierarchien oder Karrierestress.

In neun Vorträgen betrachtet der Vordenker und Kritiker der Citizen Science-Bewegung die Täler und die Gipfel. Denn die Ära der Nachhaltigkeit braucht beides – eine gewandelte Berufs- und eine gestärkte Amateurforschung.

Oekom Verlag 2018, ISBN-13: 978-3-96238-062-5, 240 Seiten, 20.00 €

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20. September 2018

Kollaborativ Wirtschaften. Mit der Methode des Community Organizing zu einer zukunftsfähigen Ökonomie

Manuel Lehmann

Kollaborativ Wirtschaften. Mit der Methode des Community Organizing zu einer zukunftsfähigen Ökonomie

Wie kann die dringend nötige Transformation unserer Wirtschaft durch kollaborative und solidarische Ansätze gelingen – etwa durch Social Entrepreneurship, Sharing, Urban Gardening, Foodwaste-Projekte, Wohngenossenschaften sowie Gemüse- und Lebensmittelkooperativen? Wie müsste dann eine innovative, moderne Wirtschaftsförderung aussehen, um zur nachhaltigen Entwicklung beizutragen?

Manuel Lehmann zeigt, wie die Entwicklung einer kollaborativen Wirtschaft mit Methoden aus der gemeinschaftsorientierten Sozialarbeit, wie Community Organizing, Gemeinwesenarbeit und Soziokulturelle Animation, möglich wird. Einige zivilgesellschaftliche Organisationen wie die Transition Town-Bewegung nutzen solche Ansätze bereits heute. Konkrete Handlungsempfehlungen für die tägliche Praxis leitet Lehmann aus der Forschung ab – vor allem aber aus dem vielfältigen Austausch mit zahlreichen konkreten Projekten kollaborativen Wirtschaftens.

Oekom Verlag 2017, ISBN-13: 978-3-96238-007-6, 144 Seiten, 20.00 €

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