Aktuelles

17. März 2016

Wohnsitzauflagen nicht mit Menschenrechten vereinbar – Institut für Menschenrechte legt Stellungnahme vor

Anlässlich der Ankündigung der Bundesregierung, Wohnsitzauflagen für anerkannte Flüchtlinge einzuführen, hat das Deutsche Institut für Menschenrechte eine Stellungnahme veröffentlicht. Dazu erklärt das Institut: "Wohnsitzauflagen sind schwere, unverhältnismäßige Eingriffe in das Recht auf Freizügigkeit und freie Wahl des Wohnsitzes, die die Betroffenen bei der Ausübung weiterer Rechte und ihrer Lebensgestaltung erheblich einschränken. Solche Auflagen, nicht nur für Flüchtlinge im Asylverfahren, sondern auch für anerkannte Flüchtlinge vorzusehen, verstößt gegen die Genfer Flüchtlingskonvention und die Europäische Menschenrechtskonvention. Daher sollte die Bundesregierung keine Wohnsitzauflagen für anerkannte Flüchtlinge einführen."
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17. März 2016

Viele Deutsche wünschen sich eigenes EU Referendum

Im Vorfeld des britischen Referendums zum Verbleib des Vereinigten Königreichs in der Europäischen Union wünschen sich viele Deutsche ebenfalls ein eigenes Referendum. 45% sagen, dass sie einen ähnlichen Prozess durchlaufen wollen, während weniger (40%) dagegen sind und 15% sich nicht entscheiden können. Diese Ergebnisse stammen aus einer Studie der University of Edinburgh in Kooperation mit dem deutschen Think Tank d|part. Für die Studie wurden über 8000 Menschen in einer repräsentativen Umfrage in Deutschland, Frankreich, Polen, Irland, Spanien und Schweden zu ihren Ansichten zum britischen Referendum und den Konsequenzen für ihre eigenen Länder und die EU befragt.
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16. März 2016

Kotti & Co

Die Berliner Mietergemeinschaft Kotti & Co kämpft gegen die Verdrängung der Armen aus der Stadt durch steigende Mieten. Insbesondere seit der Privatisierung großer Bestände von Sozialwohnungen nimmt die Verdrängung zu. Kotti & Co fordert daher eine Rekommunalisierung der Sozialwohnungen. In den vergangenen Jahren hat Kotti & Co es geschafft, die soziale Wohnungsfrage auf die politische Agenda zu setzen. Jetzt geht es darum, Veränderungen in der Wohnungspolitik durchzusetzen und dafür Mehrheiten zu schaffen. Förderung 2014: 14.000 Euro. Von 2016 bis 2018 erhält das Projekt eine Basisförderung in Höhe von 50.000 Euro. Ziel ist der Aufbau eines Netzwerkes, das wirkungsvoll in die aktuelle Entwicklung der Wohnungspolitik- und ökonomie intervenieren und langfristige Perspektiven erarbeiten kann.
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14. März 2016

Kulturgroschen 2016: Deutscher Kulturrat ehrt Wolfgang Thierse

Bundestagspräsident a.D. Dr. h.c. Wolfgang Thierse wird vom Deutschen Kulturrat, dem Spitzenverband der Bundeskulturverbände, Dienstagabend (15.03.2016, 19.30 Uhr) im Max-Liebermann-Haus in Berlin mit dem Kulturgroschen 2016ausgezeichnet. Mit dem Kulturgroschen würdigt der Deutsche Kulturrat seine kulturpolitische Lebensleistung. Wolfgang Thierse hat sich als Bundestagsabgeordneter in besonderer Weise für Kulturpolitik engagiert. Als Mitglied im Ausschuss für Kultur und Medien des Deutschen Bundestags und insbesondere als Bundestagspräsident galt seine Aufmerksamkeit sowohl der Erinnerungskultur als auch dem zeitgenössischen künstlerischen Schaffen. Ein besonderes Augenmerk richtete Wolfgang Thierse auf Kunst und Künstler in Ostdeutschland sowie auf die Rolle der Kultur in der Transformation. In den fast zwanzig Jahren als Vorsitzender des Kulturforums der Sozialdemokratie hat er maßgeblich die Kulturprogrammatik seiner Partei geprägt. Der Deutsche Kulturrat ehrt sein herausragendes, kontinuierliches kultur- und gesellschaftspolitisches Engagement. Die Laudatio hält die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien Prof. Monika Grütters.
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14. März 2016

Zukunftsthema Engagement: Diskursportal der EKD gestartet

Über eine Million Engagierte beteiligen sich in allen Bereichen des kirchlichen Lebens - damit das zeitgemäß gelingt, hat die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) ein Diskursportal zur Strategieentwicklung für das Engagement gestartet. Die Seite führt in verschiedene Themenbereiche wie »Monetarisierung und Prekarisierung«, »Kirche und Zivilgesellschaft«, »Beruflichkeit und Ehrenamt«, »Partizipation und Leistung« sowie »Glaube und Beauftragung« ein und bietet allen Interessierten die Möglichkeit, mitzudiskutieren und eigene Thesen einzustellen.
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14. März 2016

Kurzprotokoll der (öffentlichen) 20. Sitzung des Unterausschusses "Bürgerschaftliches Engagement"

Das Kurzprotokoll der (öffentlichen) 20. Sitzung des Unterausschusses "Bürgerschaftliches Engagement" des Deutschen Bundestages vom 24. Februar 2016 samt Anlage ist online verfügbar.
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11. März 2016

Adelbert-von-Chamisso-Preis 2016

In München sind Esther Kinsky und Uljana Wolf mit dem Adelbert-von-Chamisso-Preis 2016 ausgezeichnet worden. Mit dem Literaturpreis ehrt die Robert Bosch Stiftung herausragende auf Deutsch schreibende Autoren, deren Werk von einem Kulturwechsel geprägt ist. Die Preisträgerinnen bereichern die deutsche Literatur durch ihren außergewöhnlichen Umgang mit der Sprache.
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9. März 2016

Loveparade-Opfer: Betroffene rufen Stiftung ins Leben

Fünfeinhalb Jahre nach dem Loveparade-Unglück haben Betroffene eine Stiftung gegründet. Sie soll Angehörige und Traumatisierte unterstützen und unterhält eine Beratungsstelle, die deutschlandweit Hilfe anbietet. Die Beratungsstelle vermittelt unter anderem Therapeuten, hilft beim Ausfüllen von Behördenanträgen und führt Gespräche mit Krankenkassen, teilte die Stiftung am Dienstag (08.03.2016) mit. Vermittelt wird außerdem der Kontakt zu Selbsthilfegruppen. In der Stiftung vertreten sind Verletzte und Angehörige, die Stadt Duisburg, Unternehmen, sowie die Notfallseelsorge. Das Startkapital stammt von einem anonymen Spender. Die gemeinnützige Stiftung war bereits 2015 gegründet worden, wurde aber erst jetzt offiziell vorgestellt. In ihrem Namen nimmt sie Bezug auf das Datum des Unglücks: "Duisburg 24.7.2010".
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8. März 2016

Aktuelle "Rote Liste der bedrohten Kultureinrichtungen" erschienen

In der aktuellen Ausgabe der Zeitung Politik & Kultur 02/2016 ist die 22. Rote Liste der bedrohten Kultureinrichtungen erschienen. Strukturen der kulturellen Schulbildung, ein Atelier, ein englischsprachiges sowie ein jüdisches Theater wurden neu auf die Rote Liste gesetzt.
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8. März 2016

Wer sich sozial engagiert, lebt und stirbt zufriedener – Neue Studie der Humboldt-Universität

In den letzten Jahren vor dem Tod nimmt das Wohlbefinden häufig stark ab. Doch wer mit mehr sozialen Werten in die letzte Phase des Lebens geht und auch bei einem schlechten Gesundheitszustand sozial aktiv bleibt, dem geht es besser, besagt eine neue Studie. Häufig beginnt das Wohlbefinden von Menschen bereits einige Jahre vor ihrem Tod rapide abzunehmen. Warum hierbei jedoch große Unterschiede zwischen den Betroffenen bestehen, ist bislang wissenschaftlich nicht genau geklärt. Dass der Gesundheitszustand für das Wohlbefinden gerade am Ende des Lebens zentral ist, ist offensichtlich. Weniger klar war bisher jedoch, welche Rolle psychosoziale Faktoren spielen. Wissenschaftler des Instituts für Psychologie der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) untersuchten in einer Studie, die in Kooperation mit der Längsschnittstudie Sozio-ökonomisches Panel (SOEP) entstand, den Zusammenhang zwischen sozialem Engagement und Wohlbefinden im letzten Lebensabschnitt. Die Ergebnisse wurden nun in der Fachzeitschrift Psychology and Aging veröffentlicht.
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